Mittwoch, 13. Dezember 2017
Notruf: 112
 

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Eurasburg

mit den schwierigsten Einsätzen bei Brand und technischer Hilfeleistung

 

14. Oktober 1873

Bei einem Brand in der Weidachmühle zu Wolfratshausen, wird Eurasburg zum ersten mal bei einem Löscheinsatz genannt. (Wolfratshauser Wochenblatt Nr. 42 - 19.10.1873)

 

14. Juli 1874

Bei einem Brand im Wolfratshauser Markt, bei dem der halbe Markt den Flammen zum Opfer fiel, wird zu ersten mal von einer freiwilligen, oder gemeindlichen Feuerwehr Eurasburg gesprochen. (Wolfratshauser Wochenblatt Nr. 29 - 19.07.1874)

 

01. Oktober 1877

Das offizielle Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Eurasburg. Nach einer Rückfrage der Gemeinde beim Bayrischen Amt für Brand- und Katastrophenschutz wurde die Freiwillige Feuerwehr Eurasburg, laut offiziellem Verzeichnis der Organe und Feuerwehren des Landesfeuerwehr-Verbandes, Stand 30. November 1890, am 01. Oktober 1877 gegründet.

 

10. Januar 1878

Am 20.01.1878, stimmte die Gemeindeverwaltung mit 23 von 38 Stimmen für den Bau eines Feuerwehrhauses in Berg, 15 Gemeindebürger stimmten für Eurasburg als Standort.

 

13. Februar 1878

Am 12.02.1878 fand in Eurasburg ein Feuerwehrball statt von dem das Wolfratshauser Tagblatt wie folgt berichtet: "Vergangenen Sonntag, den 13. Februar, wurde in Eurasburg der herkömmliche Ball der Freiwilligen Feuerwehr abgehalten, und fanden sich auch Eingeladene von Beuerberg und Wolfratshausen ein. Der äußerst geschmackvoll dekorierte Saal im dortigen Gasthaus, machte auf alle Anwesenden einen wirklich guten Eindruck. Die Musik ließ nichts zu wünschen übrig, und so verlief der Abend und die Nacht in heiterer Stimmung."

 

24. Februar und 22. April 1878

Darlehensaufnahme für eine neue Löschmaschine. An diesen Tagen wird von der Gemeinde, zur Bezahlung einer neuen Löschmaschine, ein Darlehen von 1300 Mark aufgenommen, das aus dem Ertrag des Bier- und Lokalmalzaufschlages zu tilgen ist.

     
   
         
         

18. Juli 1878

Brand in der Eurasburger Ziegelei. Am 18. Juli diesen Jahres brannte die Ziegelei in Lengenwies, wobei die Feuerwehren aus Eurasburg und Beuerberg den Brand unter Kontrolle brachten. Am 28.07.1878 ist im Wolfratshauser Wochenblatt zu lesen: "Unterzeichneter fühlt sich gedrungen Allen jenen, welche ihm bei dem Donnerstag den 18 des Monats in seinem Ziegelstadel ausgebrochen Brandunglück so tätig Hilfe leisteten, den tiefgefühlten Dank auszusprechen, zu besonderen Dank fühlt sich derselbe verpflichtet gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr Eurasburg und Beuerberg, sowie seinen Ortsnachbarn, welche insgesamt sofort am Brandplatz erschienen und alles aufboten dem wütenden Element Einhalt zu tun. Möge Gott Alle vor solchem Unglück bewahren. Lengenwies, den 24. Juli 1878 Michael Heiler - Ziegeleibesitzer."

 

03. Juli 1883

Feuerwehrverbandstag in Gauting Am Sonntag den 03.07.1883 nahm unter vielen anderen Feuerwehren auch die Feuerwehr Eurasburg am Feuerwehrverbandstag des Bezirkes München II in Gauting teil.

 

11. Juni 1885

Brandstiftung: In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni brannte das Ökonomieanwesen von Johann Schecker in Eurasburg vollständig nieder.

 

1904

Anfang 1904 erhält die Gemeinde von Käß eine Umlagenzahlung in Höhe von 8000 Reichsmark, welche die Gemeinde laut Ausschussbeschluss vom 20. und 28. Februar 19004 folgendermaßen verwenden will: Für Happerg soll bei der Firma J. Braun in Nürnberg eine mit 800 Mark veranschlagte Vierräderige Saug- und Druckspritzte mit Saugwerk und Rückwärts mit Schlauchhaspel gekauft werden. Außerdem sollen für Happerg 500-600 Mark für ein kleines Feuerwehrhaus ausgegeben werden. Für Eurasburg soll bei der Firma Braun für 640 Mark ein "Wasserzubringer Nr. 3" beschafft werden. Für die Restgemeinde soll für 400-500 Mark ein Leichenwagen gekauft werden. Der Rest wird zur Schuldentilgung für das Schulhaus aufgebraucht.

 

Um 1910

Übergabe einer einspannbaren Pumpe und fahrbaren Leiter durch Gräfin Tattenbach, die damalige Schlossbesitzerin. Bezug des erste Feuerwehrhauses am Schlossberg.

 

Ende 1916

Feuerwehrpflicht während der Kriegszeit. Durch die vielen Kriegseinberufungen herrscht in den Gemeinden ein Mangel an Feuerwehrmännern. Als Notlösung wird deshalb Ende 1916 die Feuerwehrpflicht auf das Alter von 16-60 Jahren ausgedehnt.

 

11. März 1923

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Happerg mit 40 Mitgliedern. 1. Kommandant wurde Martin Grünwald und 1. Vorstand Leonhard Graf

 

23. Juni 1929

Der Antrag des Verwaltungsrates der Freiwilligen Feuerwehr Eurasburg auf Verlegung des Feuerwehrhauses in die Dormitte, wird am 23. Juni 1929 "nach hitziger Debatte" vorerst zurückgestellt. Im Herbst 1930 hält der Gemeinderat hinsichtlich der Platz- und Kostenfrage Rücksprache mit dem Bezirksamtsmeister.

 

02. Juli 1934

Brand im Wirtschaftstraktes des Schlosses (Wolfratshauser Beobachter 149/69 03. Juli 1934) Am gestrigen Sonntagnachmittag um halb vier, brach an der Südseite des Wirtschaftsgebäudes des Schlosses Eurasburg auf bis jetzt noch ungeklärte Weise Feuer aus, das so rasch um sich griff, dass der Dachstuhl und die im ersten Stockwerk gelegenen Wohnungen dieses großen Gebäudes nach kaum 1 1/2 Stunden vernichtet waren. Die an der Nordseite angebaute Brennerei, die durch eine Feuermauer vom Wirtschaftsgebäude getrennt ist, konnte erhalten bleiben. Die rasch erschienenen Freiwilligen Feuerwehren aus Eurasburg, Beuerberg mit Motorspritze, Degerndorf, Wolfratshausen mit Motorspritze, Boschhof, Herrnhausen, Happerg und Königsdorf bekämpften das Brandobjekt mit 5 Schlauchlagen und konnten durch ihr tatkräftiges Eingreifen ein weiteres Ausbreiten des Feuers verhindern. Das vernichtete Wirtschaftsgebäude wurde vom Pächter der dortigen Landwirtschaft Herrn Amann bewohnt. Das Mobiliar usw. konnte größtenteils in Sicherheit gebracht werden. Der Gebäudeschaden dürfte etwa 20.000 Mark betragen haben. Von Glück kann gesagt werden, dass in der Gastwirtschaft in Eurasburg bei Ausbruch des Brandes gerade eine Versammlung stattfand, in welcher der Reichspropagandaamtsleiter Wiedemann sprach und deren Besucher sich bei Ausbruch des Brandes am Rettungswerk beteiligten. Eine schlafende, in ihrer Kammer im Dachgeschoss liegende Bedienstete des Pächters musste nur notdürftig bekleidet flüchten. Das schöne Schloss selbst, Besitzer Tuchfabrikant Wolf aus Sachsen, war von dem Brande in keiner Weise, wie ursprünglich angenommen, in Mitleidenschaft gezogen worden.

 

07. April 1935

Aufgrund einer Verfügung, die vom damaligen Landesbranddirektor Ecker an den Bürgermeister der Gemeinde Eurasburg geschickt wurde, steht geschrieben: Aufgrund der Verfügung vom 30.11.33 wurden die in der Gemeinde bestehenden selbstständigen Freiwilligen Feuerwehren mit Wirkung vom 01.01.35 an in das diesseitige Grundbuch mit dem Namen eingetragen: Feuerwehr Eurasburg, bei Wolfratshausen, mit den Abteilungen Eurasburg und Happerg. Der gleiche Eintrag ist in den Grunbüchern des Bezirks- und Kreisfeuerwehrverbandes zu vollziehen. Am Gerätestand der Abteilungen und dessen Unterbringung ändert sich nichts, auch nicht an den Rechten der Mitglieder. Die Verwaltungsdienstgrade der bisherigen Freiwilligen Feuerwehr Eurasburg, sowie der Zeugmeister der bisherigen Freiwilligen Feuerwehr Happerg bleiben im Amt. Der Kommandant der nunmehrigen Abteilung Happerg führt die Dienstbezeichnung "Abteilungsleiter". Die Verwaltungsdienstgrade (Vorstand, Schriftführer und Kassier) der bisher selbstständigen Feuerwehr Happerg sind mit dem 31.12.33 aus dem Amt ausgeschieden und haben die Akten der Führung der Freiwilligen Feuerwehr Eurasburg zu übergeben.

 

1937

Verlegung des Feuerwehrhauses Das Feuerwehrhaus, das sich bis jetzt am Schlossberg befand, wird nun in die Ortsmitte verlegt.

 

1940

Brand eines Stadels des Sprengenöder Anwesens

 

1941

Anschaffung der 1. trag- und fahrbaren Motorspritze Konnte die Freiwillige Feuerwehr Eurasburg die erste trag- und fahrbare Motorspritze zum Gesamtbetrag von 3713,70 Reichsmark ihr eigen nennen, welche damals mit 1085 Reichsmark von der Bayr. Landeshauptkasse bezuschusst wurde. (Aus einem Schreiben an den Abschnittsinspekteur der Freiwilligen Feuerwehren für das Land Bayern vom 03.02.41 Nr. 45/ Staatsministerium des Inneren Nr. 3747 c E 6)

 

1943-1945

Feuerwehreinsätze nach Luftangriffen in München Die Feuerwehr Eurasburg wird zu zahlreichen Einsätzen nach Luftangriffen in die Landeshauptstadt gerufen.

 

1961

Anschaffung eines Opel Blitz Nach mühevoller Handarbeit wurde ein Opel Blitz in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Eurasburg gestellt. Dieser war lange Jahre Aushängeschild der Feuerwehr.

 

1963

Eingliederung der Feuerwehr Happerg 1963 wurde die Freiwillige Feuerwehr Happerg in die Feuerwehr Eurasburg eingegliedert.

 

04. Dezember 1963

Brand des Schlossstadels Am 04.12.63 brach ein Brand im Stadel des Schossgutes Eurasburg aus, bei dem der Stadel vollständig dem Feuer zum Opfer fiel. Bei den Heuvorräten war sowieso nichts mehr zu retten, so wurde versucht, wenigstens das Inventar, Maschinen, zwei PKWs, ein Leichenwagen und eine Pferdekutsche aus den Flammen zu retten. Der Schaden wird von der Kriminalpolizei auf etwa 150.000 Mark geschätzt. Im übrigen fand die Kripo sehr schnell heraus, dass es sich einwandfrei um Brandstiftung handelte, selbst der mutmaßliche Täter befindet sich bereits in Polizeigewahrsam. (Isar-Loisachbote vom 06.12.1963)

 

28. Juli 1965

Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Beuerberg An diesem Tage brach ein Feuer im damaligen "Schroff Anwesen" (Wagmüller) in Beuerberg aus, welches von einem gegenüber arbeitenden Filmteam (Dreharbeiten für die Lausbubengeschichten) entdeckt wurde. Bereits kurz nach der Nachricht "Feuer" war die Beuerberger Feuerwehr mit TLF 8 und LF8 an der Einsatzstelle und begann sogleich mit der Evakuierung der Tiere. Auch ein Traktor konnte noch aus den Flammen geholt werden. Zeitgleich wurde auch der Alarmplan "Beuerberg" erprobt, welcher von der Landespolizei in Wolfratshausen ausgelöst wurde. Kurz danach trafen die Feuerwehren Herrnhausen und Eurasburg an der Einsatzstelle ein. Ebenfalls alarmiert wurde KBR Hans Fagner der mit dem kreiseigenen TLF anrückte und die Einsatzleitung übernahm. Für den etwa 20 Meter langen Wirtschaftsteil gab es jedoch keine Chance und so wurde das Halten des Wohnhauses als Hauptziel gesetzt. Die Feuerwehren nahmen 1 B-Rohr und 7 C-Rohre vor. Die ebenfalls alarmierten Einsatzkräfte aus Osterhofen, Königsdorf und Geretsried standen in Reserve bereit und konnten nach kurzer Zeit abrücken, da das Feuer bereits nach einer Stunde unter Kontrolle war. (Isar-Loisachbote vom 30.07.1965)

 

1967

Kauf des TLF 16/24 (Daimler-Benz 1113)

 

1968

Unterstellung eines Kat-Schutz Fahrzeuges TLF8 Unimog Vom Bundesamt für Katastrophenschutz wird der Gemeinde Eurasburg ein Unimog TLF8/8 übergeben, welcher allerdings nach kurzer Zeit wieder abgezogen wird.

 

1971

Umzug ins neue Feuerwehrhaus am Mühlbach. Im Jahre 1971 zog die FF Eurasburg in das neue Gerätehaus am Mühlbach ein. Im Lauf der Jahre wurde durch sehr hohen persönlichen Einsatz die Feuerwehrhalle in ein zweckmäßiges Feuerwehrhaus verwandelt. Im gemütlichen Floriansstüberl trifft man sich auch außerdienstlich gern.

 

01. Juni 1973

Feuerteufel in Beuerberg Isar-Loisachbote am 04.06.1973 Am Freitagabend um 23.25 Uhr wurde bei den Feuerwehren Beuerberg, Eurasburg, Herrnhausen, Wolfratshausen, Geretsried und Königsdorf Alarm ausgelöst. Ein Unbekannter hatte auf dem Anwesen von J. Melf in Beuerberg Feuer gelegt. Wirtschaftsgebäude, Material- und Holzschluppen wurden ein Raub der Flammen und brannten bis auf die Grundmauern nieder. Der Gesamtschaden wird von der Kriminalpolizei auf 300.000 Mark geschätzt. Durch frühzeitiges Entdecken eines weiteren Brandes durch die Feuerwehr Wolfratshausen, wurde ein Abbrennen des Wirtschaftsstadels des Gasthofes zur Post in Beuerberg, welcher vermutlich zur gleichen Zeit und vom selben Täter gelegt wurde, verhindert.

 

06. Juni 1973

Erneute Brandstiftung in Beuerberg Der unbekannte Feuerteufel schlug wieder zu. Im Morgengrauen des 6. Junis um ca. 3.15 Uhr steckte er einen Werkzeugschuppen in Beuerberg, Bäckergasse 11 in Brand. Die FF Eurasburg war vor Ort.

 

10. Juni 1973

Sechste Brandstiftung in Beuerberg Bereits zum sechsten Mal innerhalb einer Woche schlug der Feuerteufel in Beuerberg zu. Diesmal handelte es sich um eine Feldscheune.

 

12. Juni 1973

Weitere Brandstiftung in Beuerberg Eine siebente Brandstiftung geht auf das Konto des Pyromanen. Es handelte sich um einen Wildstadel.

 

20. August 1973

Blitzeinschlag am Ritzelanwesen in Degerndorf. Isar-Loisachbote 23.08.1973 Blitzeinschlag am Ritzelanwesen in Degerndorf. Für das Wirtschafts- und Stallgebäude gab es keine Rettung mehr, und auch das Wohnhaus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Sachschaden wird auf ca. 300.000 Mark geschätzt. Die FF Eurasburg war vor Ort.

     
   
         
         

25. November 1974

Beschaffung eines LF8 schwer Der Freiwilligen Feuerwehr Eurasburg wurde am 25. November 1974 ein LF8 schwer (7,49t), Marke Daimler-Benz mit Ziegler Aufbau und kompletter Beladung, von Kreisbrandrat Hans Fagner sen. übergeben.

     
   
         
         

01.Januar 1976

Schloss Eurasburg ein Raub der Flammen In der Silvesternacht 1975/76 brannte das Eurasburger Schloss bis auf die Grundmauern nieder. Über 150 Feuerwehrleute aus dem gesamten Loisachtal hatten gegen die Flammen keine Chance. Lediglich die Hauskapelle konnte von den Feuerwehren och gehalten werden. Für das Schloss selbst gab es keine Rettung mehr. "Schlimmer hätte das neue Jahr nicht beginnen können", so waren sich Kreisbrandrat Hans Fagner, Landrat Dr. Otmar Huber und Eurasburgs Bürgermeister Hans Fischhaber einig.

 

16. November 1980

Brand des Schlossgutes Eurasburg Bei einem Brand am Schlossgut in Eurasburg wurde der komplette Wirtschaftstrakt des Anwesens vernichtet. Dank der reibungslosen Zusammenarbeit der Feuerwehren aus Eurasburg, Beuerberg, Herrnhausen, Degerndorf, Wolfratshausen und Geretsried konnte das Wohnhaus gehalten werden.

 

21. Oktober 1981

Kauf der ersten 4 Pressluftatmer Am 21.10.1981 wurden durch den damaligen Kommandanten Simon Poschenrieder die ersten 4 Pressluftatmer der FF Eurasburg beschafft.

 

01. März 1983

Wiedergründung des Feuerwehrvereins der FF Eurasburg Am 1. März 83 wurde in einer Generalversammlung in der Sporthalle Eurasburg der Feuerwehrverein wiedergegründet. An dieser Versammlung trat auch der alte Kommandant, Simon Poschenrieder von seinem Amt zurück. An seiner Stelle übernahm Martin Bothe die Leitung der FF Eurasburg.

 

08. April 1985

Suche nach einem kleinen Jungen am Schlossberg Am Ostermontag des Jahres 1985 wurde die Feuerwehr Eurasburg gegen 20.45 Uhr zu einer Suchaktion gerufen. Ein kleiner Junge aus Eurasburg war nach einer Radeltour mit seinem Vater spurlos verschwunden. Er hatte unbemerkt eine falsche Abzweigung genommen und sich verirrt. Die 24 Kameraden aus Eurasburg teilten sich in Gruppen auf und suchten zunächst die nähere Umgebung des Elternhauses ab. Die inzwischen eingetroffenen KBI Schölderle und KBR Stangler übernahmen die Leitung der Suchaktion. Nach dem Eintreffen der FF Beuerberg, Herrnhausen, Wolfratshausen und Geretsried waren mehr als 100 Feuerwehrmänner im Einsatz, doch nach langer, ergebnisloser Suche brach man die Suchaktion ab. Man entschloss sich am nächsten Morgen mit Hubschrauberunterstützung und einer Hundertschaft der Polizei weiter zu suchen. Nach dem Abrücken der auswärtigen Helfer, weit nach Mitternacht, wollte die FF Eurasburg noch nicht aufgeben. Stefan Bauer schlug vor die letzte Möglichkeit in Betracht zu ziehen und entlang der Autobahn zu suchen. Prompt wurde der kleine Junge von Rudi Mayer auf der westlichen Seite, nahe der Haidacher Autobahnunterführung gefunden. Überglücklich konnten die Eltern ihren kleinen Jungen gegen 3.00 Uhr nachts in die Arme schließen.

 

05. Juni 1988

111 jähriges Gründungsfest der FF Eurasburg mit Standartenweihe Im Rahmen der Eurasburger Festwoche vom 28.05. bis 05.06.1988 feierte die FF Eurasburg ihr 111 jähriges Gründungsfest mit Standartenweihe. Am Sonntag, dem letzten Tag der Festwoche, stand die lang vorbereitete Weihe der neuen Standarte auf dem Programm. Leider musste der Gottesdienst, welchem zahlreiche Wehren aus dem Landkreis beiwohnten, wegen des schlechten Wetters im Festzelt stattfinden. Ebenso fiel der geplante Festzug buchstäblich ins Wasser. Patenverein war die FF Degerndorf. Am Ende dankte Vorstand Dieter Tschichoflos den Festteilnehmern für ihr Kommen. Sein besonderer Dank galt der Fahnenmutter Annemarie Bauer, der Fahnenbraut Gertraud Fischhaber, sowie den Festjungfrauen. Auch dankte er der Firma Burgmann, welche die Beschaffung der neuen Standarte großzügig unterstützt hatte.

 

27. Februar 1990

Sturmschäden in der Gemeinde Eurasburg Am 27.02.1990 wütete ein starkes Sturmtief namens "Wiebke" und hielt die Landkreisfeuerwehren auf Trab. Im Gemeindebereich musste die FF Eurasburg mehrere Bäume entfernen. Weiter waren die 21 Mann, die mit TLF 16 und LF 8 ausgerückt waren, bei Dachsicherungs- und Dachdeckungsarbeiten im Kloster Beuerberg, der Kirche in Herrnhausen, dem Kindergarten Beuerberg und dem Anwesen "Pfeiffer" im Einsatz. Der gesamte Einsatz dauerte ca. 8 Stunden.

 

13. November 1991

Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2370 zwischen Eurasburg und Achmühle Am 13. November 1991 gegen 12.35 Uhr wurde die FF Eurasburg zu einem Unfall auf der Staatsstraße Richtung Achmühle gerufen. Ein BMW Cabrio war, vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit, in einem Waldstück von der Fahrbahn abgekommen und prallte seitlich gegen einen Baum. Das Fahrzeug fing sofort Feuer. Obwohl die FF Eurasburg nach wenigen Minuten am Einsatzort war, kam für den 22jährigen Fahrer jede Hilfe zu spät. Das verunfallte Fahrzeug wurde mit Schaum abgelöscht. Zur Bergung des Toten musste die verklemmte Fahrertür aufgebrochen werden. Die FFE konnte gegen 16.15 Uhr wieder ins Gerätehaus einrücken.

 

04. Februar 1995

Großbrand in Sprengenöd Am 4. Februar 1995 wurden die Gemeindefeuerwehren Eurasburg, Beuerberg und Herrnhausen, sowie die Stützpunktwehren Wolfratshausen und Geretsried, gegen 22.10 Uhr zu einem Brand eines Pferdestalles nach Sprengenöd gerufen. Beim Eintreffen der FF Eurasburg brannte der Stall bereits in voller Ausdehnung. Dank des schnellen Handelns des Eurasburger Kameraden Andreas Bauer konnte noch ein Pferd gerettet werden, für die anderen 13 Pferde kam jede Hilfe zu spät. Schwerpunkt der Löscharbeiten war den nahestehenden Hof vor einem Übergriff der Flammen zu schützen und den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die FF Eurasburg, die noch bis zum Abschluss der Brandermittlungen und der Entsorgung des Brandschuttes vor Ort war, hatte am 07.02.1995 Einsatzende.

 

31. Dezember 1996

Brand bei Sterzer in Babenstuben Eine unruhige Silvesternacht bescherte den Floriansjüngern aus Beuerberg, Eurasburg, Herrnhausen, Wolfratshausen und Geretsried, sowie den Kameraden des BRK, ein Brand auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in Babenstuben. Dank des schnellen Eingreifens des Landwirts und der Feuerwehr Herrnhausen, konnte Schaden von Mensch und Tier abgehalten werden, sowie der Wohntrakt und die Nebengebäude gehalten werden. Besondere Schwierigkeiten stellte die Löschwasserversorgung das, die mit einem Tankerpendelverkehr gelöst wurde. Bei Temperaturen von -20 Grad gefror das Löschwasser, was zu einer zusätzlichen Gefahrenquelle wurde. Mehrere Kameraden verletzten sich. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis zum Abend des Neujahrstages hin.

 

27. Juli 1997

1. "Tag bei der Feuerwehr" in Eurasburg Nachdem die Jahre zuvor das Starkbierfest der FFE immer kläglicheren Anklang gefunden hatte, führte die FF Eurasburg am 27.07.97 zum ersten mal einen Tag der Feuerwehr durch. Mit Fahrzeugschau, Vorführungen, Torwandschießen, Malwettbewerb und einer Hüpfburg versuchte man zu Bier und Gegrilltem und den Klängen der Blaskapelle Eurasburg einen unterhaltsamen Nachmittag zu gestalten.

 

05. Juli 1998

Schwerer Verkehrsunfall bei Achmühle Ein Verkehrsunfall forderte am 05.07.98, gegen 1.00 Uhr die Hilfe der FF Eurasburg. Ein Cabrio kam auf der Staatsstraße 2370, im Waldstück zwischen Eurasburg und Achmühle, ins Schleudern, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die beiden schwerverletzten Personen konnten nur mit Hilfe des Rettungsspreizers der FF Wolfratshausen aus dem Fahrzeug gerettet werden. Die Straße war über mehrere Stunden total gesperrt. Außerdem musste ausgelaufenes Öl und Benzin gebunden werden.

 

13. September 1998

2. "Tag bei der Feuerwehr" Eine Fahrzeugschau, Vorführungen, Rundfahrten und Wettbewerbe für Kinder, sowie eine Modellbauaustellung umrahmten diesen Tag. Der Höhepunkt aber war der Besuch der Kameraden aus Naunhof/Sachsen und Wöllersdorf/Österreich.

 

Hochwasserkatastrophe Pfingsten 1999

Hochwasserkatastrophe Pfingsten 1999 Auch die Feuerwehr Eurasburg blieb von der Hochwasserkatastrophe 99 nicht verschont. So hatte sie allein am 1. Tag, dem 21.05.1999 von 15.15 Uhr bis in den Morgen des nächsten Tages um 5.00 Uhr 32 Einsätze. Da die Fahrzeugkapazitäten der FF nicht mehr ausreichten, nahm man sich die Fahrzeuge des Bauhofes zur Hilfe. Insgesamt waren 32 Kameraden der Eurasburger Wehr von Freitag dem 21.05. bis zum 24.05. an 38 Einsatzorten. Ein besonderer Dank gilt Allen, die unsere Wehrmänner und -frauen mit Verpflegung und Getränken versorgt haben, oder anderweitig unterstützten.

 

15. September 2002

125 Jahre Feuerwehr Eurasburg mit Fahrzeugweihe Vom 14. bis zum 15. September 2002 beging die FF Eurasburg ihr 125jähriges Bestehen. Unter der Schirmherrschaft des Altbürgermeisters Hans Fischhaber wurde zwei Tage lang gefeiert. Als Höhepunkt wurde am Sonntag das neue TLF 16/25 von Herrn Dekan Schulz geweiht und durch unseren Bürgermeister Michael Bromberger offiziell der FF Eurasburg übergeben.

 

August 2005

Hochwasser Auch dieses Jahr musste die FF Eurasburg Hilfe bei Hochwasser leisten. Neben dem Auspumpen von Kellern mussten Straßen gesperrt und Tiere in Sicherheit gebracht werden. Einige Anwesen wurden mittels Sandsäcken gesichert.

 

Januar/Februar 2006

Schneekatastrophe im Alpenvorland Mehrfach musste die FF Eurasburg in diesem Winter ausrücken und helfen Dächer abzuschaufeln, die Aufgrund der Schneelast einzustürzen drohten. Einsatzschwerpunkt war das benachbarte Geretsried. Auch das eigene Gerätehaus in Eurasburg war betroffen und musste in einem mehrstündigen Einsatz von der Schneelast befreit werden.

 

18. September 2007

130 jähriges Bestehen der FF Eurasburg Am 18. September 2007 konnte die FF Eurasburg ihr 130 jähriges Bestehen feiern. Bei strahlendem Sonnenschein wurde ein Feldgottesdienst von Pfarrer Gruber zelebriert. Anschließend ging es zum Frühschoppen ins Gerätehaus. Nachmittags wurden verschiedene Vorführungen gezeigt. Außerdem konnten sich die Kinder bei Bierträgerklettern, in der Hüpfburg, an der Löschwand und bei Fahrzeugrundfahrten amüsieren.

 

Dezember 2008

Indienststellung der neuen Wärmebildkamera Die FF Eurasburg kann nunmehr auf eine Wärmebildkamera vom Typ Dräger UCF1600 zurückgreifen. Diese Kamera wurde komplett aus Spenden beschafft. Sie dient zur Personensuche, zur Suche nach Brandnestern und zum schnellen Auffinden von Wärmequellen.

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